Jugendschutz
Gesetzliche Maßnahmen, um das Rauchen unter Kindern und Jugendlichen zurückzudrängen, sind seit langem ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des ABNR.
Das ABNR hat die Novellierung des Jugendschutzgesetzes zum 01.04.2003 beratend begleitet. Die gewerbliche Abgabe von Tabakwaren an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wurde verboten. Für Zigarettenautomaten galt eine Übergangsfrist: sie mussten bis 1. Januar 2007 technisch so umgerüstet sein, dass Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Entnahme von Zigaretten nicht möglich ist. Außerdem wurde ein Verbot für Tabak- und Alkoholwerbung in Kinos vor 18 Uhr festgelegt.
Eine weitere Verschärfung des Jugendschutzes im Hinblick auf das Rauchen wurde mit dem "Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" erreicht: Die Altersgrenze wurde mit dem Inkrafttreten am 01.09.2007 von 16 auf 18 Jahre heraufgesetzt.
Welt-Krebstag am 04.02.2008
"Kinder mögen es rauchfrei"
Am 4. Februar 2008 war Welt-Krebstag. Die Deutsche Krebshilfe, das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die internationale Krebsorganisation (UICC) haben diesen Anlass genutzt, um dazu aufzurufen, Kinder vor dem Passivrauchen zu schützen. Die Organisationen machten darauf aufmerksam, dass nur eine komplett rauchfreie Umgebung Kinder und Erwachsene vor den gefährlichen Erkrankungen schützt, die durch das Passivrauchen entstehen können. Denn Tabakrauch ist mit Abstand der gefährlichste vermeidbare Innenraumschadstoff. Kinder aus Raucher-Haushalten leiden fast doppelt so häufig an Asthma, Husten, Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und dreimal häufiger an Schlafstörungen als Kinder aus Nichtraucher-Haushalten. Die gesundheitliche Belastung beginnt aber bereits vor der Geburt: Kinder rauchender Mütter haben ein um durchschnittlich 200 Gramm niedrigeres Geburtsgewicht als Kinder nichtrauchender Mütter, und Säuglinge in Raucher-Haushalten haben ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod.
Um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, wurden rund um Karneval 2008 550.000 Aktions-Postkarten mit dem Kampagnenmotiv in der Gastronomie verteilt.

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